Bahamas stellen 3,5 Milliarden Dollar Kryptos von FTX sicher

  • Laut einem Bericht von Bloomberg haben die Behörden auf den Bahamas Kryptowerte im Wert von rund 3,5 Milliarden Dollar sichergestellt. FTX-Gründer Sam Bankman-Fried, der von den Bahamas an die USA ausgeliefert wurde und inzwischen in den USA inhaftiert ist, habe kurz nach dem Insolvenzantrag von FTX die Behörden auf den Bahamas gebeten, die Kryptowerte zu beschlagnahmen.


    Unmittelbar nach dem Insolvenzantrag waren durch einen Hackerangriff Token im Wert von 372 Millionen Dollar gestohlen worden. Bankman-Fried habe befürchtet, dass weitere Token gestohlen werden und habe daher die Behörden über die weiteren Werte in Höhe von 3,5 Milliarden Dollar informiert. Diese seien dann sichergestellt worden. Es habe das Risiko einer "unmittelbar drohenden Entwendung" der Token bestanden, erklärte die Finanzaufsicht der Bahamas in einer Mitteilung vom 29. Dezember.


    Man werde die Kryptowerte in Höhe von 3,5 Milliarden Dollar an die Besitzer übergeben, sobald die Gerichte und der Insolvenzverwalter von FTX zustimmen, hieß es. Der Insolvenzverwalter und aktuelle CEO von FTX, John Ray, hatte Anfang Dezember gewarnt, dass Kunden von FTX einen Teil ihrer Einlagen verlieren werden. Ausländische Kunden hätten weniger Chancen, ihr Geld wiederzusehen, als Kunden in den USA.


    Wie viel Kundengeld derzeit verschwunden ist, ist noch nicht zuverlässig abzuschätzen. Ray bezifferte den Umfang in einer ersten Schätzung auf rund 7 Milliarden Dollar, doch noch sei man dabei, sich einen Überblick über die Konten und die Cash-Positionen von FTX zu verschaffen.

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