Krypto-Handelsplatz Coinbase geht an die Börse

  • Coinbase geht am Mittwoch mit einem sogenannten Direct Listing aufs Börsenparkett. Gemessen am Referenzpreis der Aktien ist Coinbase rund 68 Milliarden Dollar wert.


    Der Gründer Armstrong hält 40 Millionen Coinbase-Aktien, die mit 10 bis 15 Milliarden Dollar bewertet werden. Da es bei dem Börsengang keine Sperrzeit gibt, könnte er sofort nach dem IPO verkaufen.


    Was ist die Meinung hier im Forum und wer ist beim IPO dabei?

  • Ich habe auch überlegt, ob ich den IPO zeichne, aber ich finde die Firma schon zu hoch bewertet:


    Im März bestrafte die US-Börsenaufsicht CFTC Coinbase wegen der Übermittlung von »falschen, irreführenden oder inkorrekten Handelsdaten« und der Marktmanipulation mit »Wash Trades«. Dabei wird ein Finanzinstrument gekauft und sofort wieder verkauft, ohne dass es tatsächlich den Besitzer wechselt. So wird eine Liquidität vorgetäuscht, die tatsächlich nie bestand.


    Wer sowas macht, erinnert mich an den Betrüger der Firma Nikola, da bleibe ich lieber an der Seitenlinie.

  • Was mich wundert ist, dass man Coinbase vertraut.


    Man geht davon aus, dass es Coinbase war, die die Echtdaten zu Bitcoin-Wallets seinerzeit an die amerikanische Steuerbehörde gemeldet hat.


    https://www.heise.de/newsticke…teuerpflicht-4500046.html


    Coinbase musste Kundendaten offenlegen "Vergangenes Jahr hatte die Kryptogeld-Börse Coinbase Daten von etwa 14.000 US-Bürgern herausgeben müssen. Ursprünglich hatten US-Steuerfahnder sogar die Daten von 480.000 Coinbase-Usern angefordert. Die juristische Gegenwehr der Börse überraschte die Behörde. Schließlich schränkte sie ihr Begehr auf jene US-Kunden ein, die 2013, 2014 oder 2015 über Coinbase virtuelle Währungen im Wert von mindestens 20.000 US-Dollar erhalten oder übertragen haben."


    Der Bitcoin macht aber nur dann wirklich Sinn, wenn man relativ anonym bleibt. Das ist aber nur dann gewährleistet, wenn man keinen Namen einer Wallet zuordnen kann. Ist dies einmal erfolgt, sind alle anderen Transaktionen in der Blockchain auch öffentlich. D.h. man kann wie bei einem öffentlichen Konto jede Transaktion nachverfolgen.

  • Das Bitcoin-Trading über eine solche Börse ist ein Risiko und wenn Coinbase sich an der Börse listen lässt, dann kann es durchaus passieren, dass man droht:


    Herausgabe aller Kundendaten oder Delisting und Einfrieren des Vermögens wegen Beihilfe zur Geldwäsche.


    Coinbase wird einen Teufel tun und gegen SEC-Regularien handeln. Wer an der Börse notiert ist, muss sich unterordnen.


    Ich begreife schon nicht, warum man den Brückenschlag überhaupt zur gewöhnlichen Börse gemacht hat. Offenbar sind die Gründer doch am FIAT-Geld in Form von Dollar und Euro interessiert und wollen rechtzeitig Kasse machen. Für Bitcoin-Inhaber, die kein Problem damit haben, mit Klarnamen und steuerkonform zu handeln, kein Problem. Die meisten wollen aber Bitcoin außerhalb jeglicher staatlicher Regulation sehen. Sonst könnte man auch weiter mit Euro/Dollar und Co. zahlen.


    Daher ehe ich den Coinbase Börsengang sehr kritisch.

  • Ja, Geld braucht Coinbase scheinbar nicht, wenn man die Gewinne ansieht. Es wirkt schon wie Kasse machen.


    Der erste Handelstag ist ja auch bemerkenswert:


    Mit ca. $ 382 schon sehr übertrieben eröffnet. Dann gings noch weiter bis ca. $ 430 jenseits von gut und böse. Dann die Gewinnmitnahmen, es ging runter bis ca. $ 310. Dann kauften einige wieder und es ging ein Stück nach oben bis ca. $ 328. Sehr volatil das ganze.


    Da das Unternehmen schwarze Zahlen schreibt, wird die Aktie in Zukunft Platz in den Depots vieler Großinvestoren finden, die Frage ist nur wo sich der Kurs in den kommenden Wochen einpendelt, damit sie einsteigen können.

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