Bitcoin & Klimaschutz: Ein Widerspruch?

  • Medienwirksam kritisierte Tesla Gründer Elon Musk, ein früherer Bitcoin Fan, den hohen Energieverbrauch der Kryptowährung und ganz Unrecht hat er damit nicht:


    Der Energieverbrauch des Bitcoins mit dessen Proof of Work (PoW) Konsensmechanismus ist gigantisch und vor allem größer, als er eigentlich sein müsste. Ein deutscher Haushalt braucht ca. 3.500 Kilowattstunden Strom pro Jahr. Wenn man das auf den Bitcoin Stromverbrauch umrechnet, können rund 24 Mio. Haushalte mit Strom versorgt werden. Dies entspricht ungefähr der Hälfte aller Privathaushalte in Deutschland. Die nötige CO2 Emission entspricht mit 34,73 Megatonnen/Jahr jener Dänemarks. Dazu saßen zumindest in der Vergangenheit viele Miner in China, wo Strom noch oft aus Kohle gewonnen wird. Das sieht alles nicht gut aus.


    Ich würde es cool finden, wenn in diesem Thread sowohl der Stromverbrauch einzelner Coins verglichen wird (bisher im Netz sehr unübersichtlich) und dazu Vorschläge diskutiert werden, wie man den Stromverbrauch reduzieren oder klimagerechter machen kann.

  • Leider gibt es derzeit viel zu viele Länder, in denen der Klimaschutz des Bitcoin nicht thematisiert wird, so auch in der Türkei.


    Ich denke aber, dass es eine Wechselwirkung zwischen Sicherheit des Coin und dem Stromverbrauch gibt:


    Da Kryptowährungen ohne eine Bank auskommen, müssen sich die Rechner im Netzwerk irgendwie darüber verständigen, welche Transaktionen gültig sind.


    Für dieses Problem hat der Bitcoin-Erfinder eine geniale Lösung gefunden: "Proof of Work", Arbeitsnachweis. Rechner im Netzwerk müssen komplexe kryptografische Rätsel lösen. Wer als Erster die Lösung findet, wird mit neuen Bitcoin belohnt. Alle Rechner prüfen das Ergebnis und übernehmen es. Der Mechanismus bewirkt, dass es quasi unmöglich ist, die Blockchain zu manipulieren, er kostet aber auch viel Rechenleistung.


    Sparsamer sind Kryptowährungen, die auf einen Konsensmechanismus namens "Proof of Stake" setzen. Er verlangt keinen Arbeits-, sondern einen Anteilsnachweis: Das Kassenbuch darf fortschreiben, wer ein bestimmtes Vermögen vorweist, die eigentliche Rechenoperation geht schnell. Es zählt also Macht, nicht Fleiß.


    Zwei sehr unterschiedliche Konzepte, wobei das erste sicherer und das zweite ressourcenschonender ist.

  • Schaut euch mal das Video an, dort wird zumindest ein Überblick über den Stromverbrauch pro Transaktion für Bitcoin (735 kWh), Ethereum (31 kWh), Iota (0,0001 kWh) gegeben. Im Bankensektor wird der Stromverbrauch einer einzelnen Transaktion auf 0,4 kWh geschätzt.

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  • So klimaschädlich muß der BTC gar nicht sein. Kommt die Energie aus Wind oder Wasser, ist die Höhe des Verbrauches egal, wenn die Energie sonst ohnehin nicht gespeichert werden könnte.


    Ein weiterer Ansatz ist, das grundlegende Verfahren zu ändern. Aktuell arbeitet der Bitcoin mit der PoW-Methode (Proof-of-Work), während einige andere Kryptowährungen die energieeffizientere PoS-Methode (Proof-of-Stake) nutzen.


    Der Unterschied der beiden Methoden liegt darin, wie eine Transaktion auf der Blockchain validiert wird. PoS-Protokolle sind deutlich einfacher und kostengünstiger aufgebaut, bevorzugen für die Validierung aber Teilnehmer, die eine hohe Anzahl der jeweiligen Kryptowährung besitzen. Bei echten Krypto-Fans ist dieser Ansatz jedoch wenig beliebt, da das Verfahren die Kryptowährungen "weniger dezentral" macht.


    Des Weiteren gibt es andere Lösungsansätze wie mobile Rechenzentren zum Schürfen von Coins, die in kühlen Umgebungen positioniert werden können, um den ebenfalls sehr hohen Energiebedarf für das Wärmemanagement zu senken.


    Insgesamt gibt es viele Möglichkeiten, den Bitcoin umweltfreundlicher zu machen und die letzten Monate haben bereits gezeigt, dass die Industrie auch daran interessiert ist, den eigenen CO2-Ausstoß zu minimieren. So werden wir es auch in El Salvador angehen und damit Maßstäbe setzen.

  • Ich finde der der ganze Klimakram wird aktuell viel zu sehr hochgekocht. Ja, es gibt den menschengemachten Klimawandel, ja es muss etwas geändert werden. Aber warum rückt der Bitcoin da so sehr in den Fokus? Die Chinesen und Inder interessiert das Klima einen Dreck, wenn die nichts ändern wird sich auf der Welt aber nichts ändern. Da können wir sämtliche Miner dicht machen ohne auch nur einen Hauch von Veränderung....

  • Ich finde der der ganze Klimakram wird aktuell viel zu sehr hochgekocht. Ja, es gibt den menschengemachten Klimawandel, ja es muss etwas geändert werden. Aber warum rückt der Bitcoin da so sehr in den Fokus? Die Chinesen und Inder interessiert das Klima einen Dreck, wenn die nichts ändern wird sich auf der Welt aber nichts ändern. Da können wir sämtliche Miner dicht machen ohne auch nur einen Hauch von Veränderung....

    Ja und Nein. Ohne die genannten und noch weitere Länder können wir den Klimawandel nicht entscheidend verlangsamen, das müssen ganz andere Hebel umgelegt werden als in der Kryptowelt. Allerdings hilft es uns auch nicht weiter, immer auf "die anderen" zu verweisen und selbst die Füße still zu halten. Um beim Bitcoinbeispiel zu bleiben: Wenn man den Bitcoin umweltfreundlicher macht, beispielsweise durch die von Biyan Elekub genannten Veränderungen/Methoden, geht man mit gutem Beispiel voran und zeigt, dass es auch anders geht. Setzt man Veränderungen in sämtlichen Lebensbereichen (Energie, Verkehr, Versorgung etc.) durch und erkennt man, dass es auch klimafreundlich(er) funktioniert, ist die erste Hürde geschafft.

  • https://www.spiegel.de/netzwel…27-4a78-9585-91a8e7231393

    Pro Bitcoin-Transaktion entsteht ein halbes Pfund Elektroschrott

    Die Autoren einer Studie kommen zu dem Schluss, dass das Bitcoin-Netzwerk neben der verbrauchten Energie auch im Schnitt täglich eine Menge an Elektronikschrott erzeugt, die einer halben Million Smartphones entspricht.

    Die Folgerung der Autoren:

    Man sollte auf das sogenannte »Proof of Stake«-Modell umstellen, wie es bei der Konkurrenzwährung Ethereum zumindest geplant ist.


    Das ist wirklich heftig.

  • Propaganda der Bitcoinhasser und Schrott kann man immer besser recyceln. Quelle ist meist Alex de Vries (Banker der Angst vor Bitcoin hat), der im November 2017 errechnete, dass bis Februar 2020 der komplette weltweite Strom durch das Bitcoinnetz verbraucht wird.


    Der Grund warum die Prognosen falsch waren und sind ist, weil durch das Bitcoin halving die Verguetungen der Miner (in BTC) exponentiell zerfallen. Ausserdem wird mangels besserer Daten gerne die Hashrate zeitlich dargestellt und dabei das Moor'sche Gesetz vergessen, was wierderum zu bloedsinnigen Aussagen fuehrt.


    Die gleichen Analysen gab es vor 20 Jahren bzgl. Suchen in der Suchmaschine Google. Die Banken fuerchten Konkurrenz, haben aber genug Geld dumme Studien zu finanzieren.

    Ein Blockchainsystem wird mehr Energie benoetigen als ein Bankserver. Dafuer ist es sicherer und diskriminiert nicht wie die heutigen Finanzsysteme die Mehrheit der Menschen und ist auch nicht korrumpierbar.


    Einen fairen Vergleich wird es dann geben, wenn Millionen von Transaktionen pro Sekunde ueber 2nd layer Systeme laufen, die Bitcoinblockchain wird dann auch nicht mehr Energie verbrauchen als heute, ausser der Wert des Bitcoin steigt extremst. Auch solte man den grossen Anteil erneuerbarer Energien beruecksichtigen. Das Mining ist so wettbewerbsintensiv, dass es sich fast nur lohnt mit ueberschuessigem Strom, der sowieso nicht verbraucht wird.


    Diese Untersuchung ist von 2017 aber noch aktuell:

    https://www.researchgate.net/p…s_true_energy_consumption

  • Propaganda der Bitcoinhasser und Schrott kann man immer besser recyceln. Quelle ist meist Alex de Vries (Banker der Angst vor Bitcoin hat), der im November 2017 errechnete, dass bis Februar 2020 der komplette weltweite Strom durch das Bitcoinnetz verbraucht wird.

    Sehe ich genauso, gefundenes Fressen für die Bitcoinhasser.

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